Wie Natursteinlösungen das Klima entlasten können.

INSIGHT: Klimafitte Städte

Drohnenaufnahme einer großen Pflasterfläche mit runder Sitzbank und Baum in der Mitte

Wie Natursteinlösungen das Klima entlasten können.

Jede Kommune kennt das Problem. Viele Innenstädte sind an Hitzetagen deutlich wärmer als ihr Umland. Asphalt und Beton müssen nach 15 bis 25 Jahren erneuert werden. Das belastet Budgets und Klima. Die Lösung ist keine weitere Sanierungsrunde, sondern eine Grundentscheidung. Denn wer öffentliche Räume klimafit machen will, findet den größten Hebel im Material.

Der Materialwechsel

Heimischer Naturstein senkt die graue Energie spürbar.[1] Granit liegt je nach Wiederverwendungskonzept zwischen 14 und 77 kg CO₂-Äq (A1-A3;C1-C4,D) pro t und erreicht Lebensdauern von weit über 100 Jahren. In Bezug auf Betonsteinpfalster lässt sich somit der CO₂ Verbrauch um bis zu 87% senken. Für unsere Produkte stehen geprüfte EPDs zur Verfügung, die diese Werte transparent belegen. Regional gewonnen und im Werk vorgefertigt, ermöglicht er präzise Details, kurze Sperrzeiten und ruhige Flächenbilder. In durchdachten Aufbauten unterstützt er den Regenwasserrückhalt und verbessert das Mikroklima, ohne den Stadtraum zu überformen.
Die Substanz hält, was sie verspricht: wartungsarm im Betrieb, bei Bedarf reversibel, wiederverwendbar und sortenrein rückbaubar. Als A1-Baustoff kommt er ohne Beschichtungen aus, verursacht keine Mikroplastik-Emissionen und eignet sich für Wege und Plätze genauso wie für Brücken, Stadtmöbel oder Wasserelemente. Helle Granite reflektieren Sonnenlicht; die Oberfläche bleibt trittsicher, auch bei Nässe und hoher Frequenz.
13090,5 km²: Deutschlands Städte sind stark versiegelt

Prinzip Schwammstadt

Offen verfugte Natursteinflächen bilden eine teilversiegelte Bauweise[2]: Durch 10–20 mm Splittfugen kann Regen dort einsickern, wo er fällt, und im speicherfähigen Unterbau zurückgehalten werden. An heißen Tagen steigt Feuchte wieder auf und kühlt die Oberfläche spürbar, helle Gesteine begrenzen zusätzlich die Aufheizung. Die Fläche bleibt trittsicher und barrierearm, entlastet die Entwässerung und wird vielerorts gebührenrechtlich als teilversiegelt anerkannt.

Über den Belag hinaus

Wenn Naturstein konsequent eingesetzt wird, prägt er nicht nur Wege und Plätze, sondern geht weit darüber hinaus. Innovative Fahrradständer, robuste Parkausstattung, Skate‑Elemente oder Freizeiteinrichtungen wie Tischtennisplatten holen das Naturmaterial in den täglichen Gebrauch. So entsteht eine ruhige, langlebige Ausstattung, die den öffentlichen Raum aufwertet und Wartung planbar macht.

Verdunstungskühlung und helle Steinoberflächen senken die physiologisch empfundene Temperatur im Aufenthaltsbereich um bis zu 6 °C (PET).

Nachhaltige Infrastruktur

Fußgängerbrücke in einem Park

Vorgespannte Granitbrücken fügen sich selbstverständlich in Park‑ und Naherholungsräume ein, tragen Fuß‑ und Radverkehr zuverlässig und kommen ohne zusätzliche Belagsschichten aus. Die Konstruktion ist schlank, rutschhemmend und wartungsarm – eine Investition, die Klimaschutzgedanken in der Infrastruktur fortsetzt und den Sanierungszyklus langfristig durchbricht.

Wer heute mit Substanz baut, schafft Werte, die nicht altern, sondern bestehen.

Josef Kusser, Dipl. Wirtsch.-Ing. (FH)

1     Quelle: DNV / Zukunft.Naturstein: Naturstein für nachhaltige Bauweisen LCA-Broschüre, 2022
2     Quelle: Versiegelungsstudie GDV/VdS 2023

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