Ums Überwinden von Grenzen, darum geht es doch bei Brücken. Die vorgespannten Brücken aus Granit von Kusser nehmen das wörtlich. So entstehen Spannweiten bis 20 m bei Stärken von nur 15 bis 50 cm, ohne zusätzliche Aufbauten, Beläge oder Beschichtungen. Durch raffinierte Technik gestaltet sich die Verbindung zwischen zwei Ufern so umweltfreundlich wie noch nie. Denn Nachhaltigkeit beginnt für uns mit der Materialwahl. Unser Granit wird in unseren eigenen Steinbrüchen gewonnen. Er muss weder gebrannt, gegossen noch chemisch behandelt werden. Somit bieten vorgespannte Granitbrücken eine unschlagbare Klimabilanz und sind eine wichtige Innovation, um in zukunftssichere Infrastruktur zu investieren. Was wir heute bauen, soll immerhin für Generationen bestehen.
Längster realisierter Einfeldträger als lastabtragende, vorgespannte Granitbrücke in Unteriglbach, Ortenburg: Gesamtmasse 77 t, Gesamtlänge 20 m, Bauhöhe 50 cm.
Vorteile
Werksfertig
Unsere Brücken entstehen dort, wo wir die Qualität zu 100 % kontrollieren können: im Werk. Jedes Segment wird millimetergenau gefertigt, die Spannglieder exakt gesetzt und das Geländer integriert.
Schnelle Montage
Die Brücke wird komplett vormontiert geliefert und in nur einem Krantag eingesetzt.
Barrierefrei
Nahezu fugenlos, rutschfest und ohne Rampe: Unsere Brücken ermöglichen barrierefreies Queren ganz ohne zusätzliche Maßnahmen, auf Wunsch auch für Einsatzfahrzeuge.
Hochwasserschutz
Die Schlankheit bringt mehr als nur Ästhetik: Sie sorgt für erhöhten Freibord bei Hochwasser. Geländer können wie etwa in Neuhaus am Inn für eine schnelle Demontage bei Extremwetterereignisse konzipiert werden.
Vielseitig
Neben den wirtschaftlichen Aspekten gibt es natürlich auch einen optisch. Ab nur 15 cm Bauhöhe einsetzbar sind vorgespannte Granitelemente auch in innovativen Projekten eine echte Alternative zu Betonfertigteilen. Als architektonische Elemente wie z.B. ein Balkon für Reihenhaus bis hin zum Deckenelement.
DIBt-Zulassung Z-13.4-150
Die Basis sind massive Granitsegmente, die mit hochfestem Spannstahl verbunden werden. Durch die enorme Druckfestigkeit des Granits entsteht ein Verbundwerkstoff, der extrem belastbar, dauerhaft stabil und ästhetisch überzeugend ist. Die leichte Optik ist jedoch nicht der einzige Vorteil.
Wirtschaftlichkeit neu gedacht
Mit einer Lebensdauer von weit über 100 Jahren zahlen sich Granitbrücken langfristig doppelt aus: Sie kombinieren niedrige Betriebskosten mit hoher Beständigkeit und einem zeitlos modernen Erscheinungsbild. Zusätzliche Schutzschichten oder Beläge sind nicht erforderlich, da der Granit selbst das tragende und sichtbare Element ist. Der Wegfall aufwendiger Instandhaltungsmaßnahmen macht die Brücken besonders für kommunale Auftraggeber attraktiv.
Nutzungsabhängige Geländerhöhen: 1,1 m für Fußgänger- und 1,3 m für Radwegbrücken. Eine seitliche Montage ermöglicht eine erhöhte lichte Breite.
Montage & Installation
Planung
Jede Brücke wird individuell nach Kundenwunsch geplant. Anforderungen an die Belastbarkeit, die Geländer und den Wegeanschluss fließen in die Projektierung ein und werden von unserem Ingenieurteam in der Projektierung berücksichtigt.
Fertigung
Die Produktion vorgespannter Granitbrücken startet mit sorgfältig ausgewählten Rohblöcken aus unserem unternehmenseigenen Steinbruch für Tittlinger Feinkorn. Diese werden zu einzelnen Segmenten gesägt und entsprechend oberflächenbearbeitet. Der erforderliche Raum für die Spannstahllitzen wird in den Mittelstücken eingefräst oder durch Bohrungen in den Seitenteilen geschaffen. Anschließend werden die einzelnen Elemente verklebt und verspannt. Danach folgt noch das Verschließen der Bohrungen und die Montage der Geländer.
Vorbereitung
Zum Montagebeginn werden die bauseitigen Widerlager millimetergenau vermessen. Vergussrahmen ermöglichen den Ausgleich von Bautoleranzen. Diese werde bereits vor Eintreffen der Brücke an den Widerlagern montiert. Ebenso werden temporäre Auflager und Anschlagpunkte zur Erleichterung der Montage montiert.
Einhub
Die Brücke wird mittels Autokran auf die Widerlager gehoben. Hierbei handelt es sich um den spektakulärsten Montageschritt im Projektablauf, der meist gleichermaßen von Kunden und Schaulustigen verfolgt wird. Im Anschluss erfolgt das Vergießen der Elastomerlager und ggf. die Montage von Anschlusssteinen.
Endarbeiten
Die temporären Stahlauflager werden ausgebaut und falls erforderlich, Fugenbänder eingebaut, um die Brücke abschließend nutzungsbereit zu machen.
Schlank ist unsere Stärke
Vorgespannte Granitbrücken können ab einer Bauhöhe von nur 15 cm realisiert werden und ermöglichen eine barrierefreie, fugenlose und rutschfeste Überquerung. Im Vergleich dazu ist eine Stahlbetonbrücke mit Pflasterbelag mehr als doppelt so stark wie eine vorgespannte Granitbrücke von Kusser. Gleichzeitig entfallen Korrosionsschutz, Belag und regelmäßige Instandhaltung. Sie eignen sich als Fuß- und Radwegbrücken und können für Lasten bis zu 20 t ausgelegt werden, etwa für Einsatzfahrzeuge, aber genauso im Hochbau.
Erprobt, zugelassen und bewährt
Mehr als 100 realisierte Brücken in Deutschland und international, darunter in Stevenage bei London, belegen die Praxistauglichkeit und Einsatzvielfalt der vorgespannten Brücken. Diese sind unter der Zulassungsnummer Z-13.4-150 beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) bauaufsichtlich zugelassen.
Mit Maximilian Alls haben Sie einen echten Fachmann am Hörer. Der Bauingenieur ist gelernter Steinmetz und weiß wie kaum ein anderer, wovon er redet, wenn er über unsere Produkte spricht. Er freut sich auf Ihre Anfrage und gemeinsame Projekte.